• Die neue Muster-WbO hebt weitgehend die festen Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Weiterbildung auf. Zu einer fairen ambulanten Weiterbildung gehören aber auch tarifrechtlich gesicherte Weiterbildungsverhältnisse. Unseres Erachtens nach ist das eine Grundvoraussetzung zum Schutz der Weiterzubildenden. Für die Entwicklung eines entsprechenden Tarifvertrages setzt sich der mb seit Jahren ein und bietet einem ernst zu nehmender Tarifpartner an, gemeinsam dieses Feld zu erschließen. Auf Initiative des mb wurden Mindeststandards für Facharztprüfungen definiert und die Prüfer vor der Durchführung ihrer ersten Prüfung intern geschult, um sicher zu stellen, dass Kolleg*innen in der Prüfungssituation fair und kollegial behandelt werden.
  • Auf Initiative des mb wurden die Inhalte auf der Kammer-Homepage um wesentliche Informationen rund um die Weiterbildungsordnung, Logbücher und Formalitäten erweitert und öffentlich gemacht. Auch eine Suche nach Weiterbildungsbefugten ist hier möglich und es wurde eine Weiterbildungsstellenbörse etabliert.
  • Für Befugnisanträge wurde auf Initiative des mb ein regelmäßiges Reporting des Hauptamts an den Vorstand etabliert, um sicher zu gehen, dass Bearbeitungsfristen im Anerkennungsverfahren in einem vertretbaren Zeitrahmen abgearbeitet werden
  • Es waren Mitglieder des mb aus Berlin, die auf dem Deutschen Ärztetag die Evaluation der Weiterbildung eingefordert und durchgesetzt haben.
  • Auf Initiative des mb entwickelt die ÄK Train-the-Trainer-Seminare für Weiterbilder, begonnen haben wir mit Einladungen an alle neu befugten Weiterbilder.
  • Die Ärztekammer lädt auf Initiative des mb die Assistentensprecher der Kliniken zu einem regelmäßigen Austausch v.a. zu Weiterbildungsfragen ein.
  • Für Probleme in der Weiterbildung gibt es in der ÄK Berlin einen Ombudsmann, der Kollegen*innen in Weiterbildung in Problemfällen zur Seite steht und den seit Jahren der mb stellt.
  • Wir setzen uns für eine konsequente Sanktionierung schlechter Weiterbildung ein. Hierzu hat der Präsident persönlich die Ansprache einiger Weiterbildungsbefugter vorgenommen, um bekannt gewordene Missstände abzustellen.
  • Auf unsere Initiative werden größere Abteilungen mit der nächsten Novelle der WbO dazu verpflichtet, Mentoren für bestimmte Weiterbildungsabschnitte zu ernennen, die als direkte Ansprechpartner der einzelnen Weiterzubildenden agieren.
  • Die in der WbO vorgeschriebene Überreichung des Wb-Curriculums bedeutet nach unserer Auffassung eine verpflichtende Personlisierung dieses Curriculums. Aus dieser Regelung ergibt sich eine kollegial-moralische Verpflichtung der Weiterbilder, notwendige Rotationen mit zu organisieren.
  • Wir setzen uns für ein Logbuch zur regelmäßigen fortlaufenden Dokumentation der Weiterbildung ein, das auch zum verpflichtenden Bestandteil des Jahresgespräches werden soll – damit kann kein Weiterbilder mehr behaupten, er habe Lücken in der von ihm/ihr geleiteten Weiterbildung nicht wahrgenommen.
  • Bei der Erarbeitung der Inhalte der neuen WbO werden wir uns für realistische erreichbare Kataloge einsetzen

-> Aber dazu brauchen wir eine ausreichende Mehrheit, um all das auch künftig in den Gremien der Ärztekammer Berlin, in den Gremien der Bundesärztekammer und auf den Deutschen Ärztetagen umsetzen zu können!!!