Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bei den letzten Wahlen zur Delegiertenversammlung der Ärztekammer Berlin haben Sie mit Ihrer Kandidatur zum Erfolg des Marburger Bundes entscheidend beigetragen. Wir sind die größte Fraktion in der Delegiertenversammlung der Berliner Ärztekammer geworden und möchten das auch gerne bleiben.

Dazu brauchen wir weiterhin Ihre Unterstützung!

Bitte kandidieren Sie auch dieses Jahr erneut, machen Sie Wahlkampf für den MB und finden Sie evtl. auch weitere, neue Kandidatinnen und Kandidaten. Jede und jeder, der/die sich mit den Werten und Zielen des MB in der Ärztekammer identifiziert, ist herzlich willkommen.

Für Ihre Kandidatur brauchen wir eine ausgefüllte Bereitschaftserklärung, die Sie bitte an die Geschäftsstelle des MB, Bleibtreustr. 17, 10623 Berlin, schicken.

Für die Wahlwerbung ist ein aussagefähiges Foto und ein Text hilfreich, der etwas über Sie als Kandidatin oder Kandidaten aussagt. Die Erfahrung lehrt, dass gerne jemand gewählt wird, zu dem ein Bezug besteht, gleiches Haus, gleiches Fach, gleicher Hintergrund. Je persönlicher und authentischer, desto besser. Der persönliche Wahlkampf bringt in der Regel die meisten Stimmen.

Ist diese Wahl eine wie viele andere? Nein. Es geht um eine Grundsatzentscheidung. Nach knapp 20 Jahren unter Führung des MB ist die Ärztekammer Berlin (ÄKB) eine national und international anerkannte Institution geworden, die entschieden und nachhaltig für ärztliche Werte eintritt und dabei nicht selten gegen den Strom schwimmt. Glaubwürdigkeit und Akzeptanz der ÄKB sind hoch, auch wenn das, was wir tun und sagen, nicht immer Begeisterung auslöst.

Nach innen ist der Dienstleistungscharakter gegenwärtig. Beratungen finden unkompliziert und bspw. zur Weiterbildung mittwochs quasi in Form eines offenen Hauses auch ohne Termin statt. Zwischen Beantragung und Ausgabe eines Arztausweises vergehen nur wenige Minuten. Das Sammeln von Fortbildungspunkten und die Ausgabe der Urkunden sind technisch so einfach gehandhabt wie möglich. Die ÄKB definiert sich als „Dienstleistungseinrichtung mit hoheitlichem Auftrag“.

Dennoch ist das Potential der ÄKB noch lange nicht erschöpft. Wir mischen uns zu wenig in die politische oder öffentliche Diskussion ein. Öffentliche Veranstaltungen, Pressekonferenzen oder gezielte Öffentlichkeitsarbeit finden nur sporadisch statt. Auch der Austausch untereinander zwischen uns Ärztinnen und Ärzte ist erst im Anfangsstadium. Hier ist eine bessere Vernetzung notwendig.

Der MB möchte eine starke und handlungsfähige Kammer, die aktiv ärztliche Arbeitsbedingungen und Gesundheitspolitik mitgestaltet. Wir möchten, dass unsere politischen Inhalte und Ideen, wie bspw. die beiden Papiere des Krankenausausschusses in die Öffentlichkeit und in die Politik transportiert werden. Wir wollen die Fortbildungsangebote verbessern, die Weiterbildung tatsächlich inhaltlich sinnvoll, und leistbar gestalten. Zu viel steht nur auf dem Papier.

Wir möchten den Berliner Platzvorteil nutzen: Alle Regierungseinrichtungen und Institutionen der Selbstverwaltung sind vor Ort und kommen auch gerne – anlassbezogen – in die Kammer. Als MB fühlen wir uns verpflichtet, genau diesen Vorteil zu nutzen, um für unseren Beruf, für die Ärzteschaft zu arbeiten.

Unsere Ziele zu erreichen, schaffen wir nur gemeinsam. Hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung. Daher würden wir uns freuen, könnten wir Sie überzeugen, für den Marburger Bund bei den diesjährigen Kammerwahlen anzutreten. Jede Kandidatur ist wichtig.

Haben Sie Fragen oder Vorschläge? Wir sind gerne für Sie erreichbar. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Unterstützung.


Dr. med. Günther Jonitz,  PD Dr. med. Peter Bobbert,  Reiner Felsberg

Berlin, den 17. 6. 2018